
Fütterung
Impfungen
6-12. Woche: Myxomatose / RHD
Halbjährliche Wiederholung: Myxomatose
Jährliche Wiederholung: RHD
ab 4-6 Wochen: Kaninchenschnupfen
Auffrischung nach 4 Wochen
Jährliche Wiederholung
Die Myxomatose ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die hauptsächlich über Stechmücken und direkten Kontakt, sowie den Kaninchenfloh übertragen wird.
Hierbei kommt es zu Schwellung(Ödeme) der Augenlider, der Ohren und des Anogenitalbereiches sowie zu eitrigen Entzündungen der Augen & der Atemwege. Zu Beginn der Erkrankung fressen die Tiere noch, aber im Laufe der Erkrankung verweigern sie die Nahrung und sterben. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit.
Die RHD ist wegen der hohen Infektiosität des Erregers neben der Myxomatose die verlustreichste Kaninchenseuche.
Die Viren werden über Kontakt, kontaminiertes Grünfutter und Insekten übertragen.
Typisch für die RHD sind plötzlich auftretende Todesfälle, ohne vorher erkennbare Anzeichen einer Erkrankung. Danben gibt es auch eine akute Form, wo der Tod nach 2-3 Tagen nach den ersten Krankheitszeichen eintritt.
Regelmäßige Schutzimpfungen sind die wichtigste und erfolgreichste Vorbeugemaßnahme.
Auch vor dem Kaninchenschnupfen der durch eine Infektion mit Bordetellen und Pasteurellen, den bakteriellen Haupterregern, erfolgt sind Kaninchen in Einzelhaltung nicht gefeit. Eine Impfung kann bei Kaninchen ab einem Alter von 4 Wochen erfolgen mit einer jährlichen Auffrischung, wobei zu berücksichtigen ist, dass er zum vorbeugendem Einsatz bei beschwerdefreien Kaninchen kommt und nicht vor einer Infektion vollends schützt, aber die Krankheitssymptome merklich mildert.
Die Myxomatose wird durch das Myxomatosevirus hervorgerufen. Die Viren werden durch Stechmücken von Wild- auf Hauskaninchen übertragen. Innerhalb der Bestände spielen auch Flöhe eine wichtige Rolle. Eine Infektion durch Kontakt und über kontaminiertes Futter ist auch möglich.
Nach einer Infektion mit hochvirulenten Viren verenden in der Regel alle ungeschütze Tiere. Schwach pathogene Stämme rufen ca. 20% Todesfälle hervor. Typisch für die Myxomatose sind Ödeme (Wassereinlagerungen) unter der Haut, sowie eiternde Entzündungen im Nasen-Augen-Bereich. Kaninchen, die eine Myxomatoseinfektion überstanden haben, bleiben lebenslang durch die Folgen der Erkrankung gekennzeichnet.
Die Hauptzeit der Erkrankungen ist zwischen Mai und September, die Myxomatose kann aber unabhängig von der Jahreszeit auftreten, daher sind ein ständiger Schutz der Tiere und die regelmäßige Nachimpfung notwendig.
Die vorbeugende Impfung von Kaninchen erfolgt durch eine Erstimpfung in der 6.- bis 10. Lebenswoche. Eine Wiederholungsimpfung ist nur bei hohem Infektionsdruck sinnvoll und erhöht die Schutzwirkung. Regelmäßige Nachimpfungen sollten im Abstand von 6 Monaten durchgeführt werden.
RHD - besser:
Rabbit hemorrhagic disease / China Seuche:
Die RHD ist wegen der hohen Infektiosität des Erregers neben der Myxomatose die verlustreichste Kaninchenseuche. Sie wird durch das RHD-Virus ausgelöst. Die Viren werden durch Kontakt übertagen (Ausstellungen), kontaminiertes Grünfutter aber auch Insektenstiche.
Typisch für die RHD sind plötzlich auftretende Todesfälle ohne vorher erkennbare Anzeichen einer Erkrankung (perakute Form). Daneben kann auch die akute Form beobachtet werden: der Tod tritt dabei ca. 2-3 Tage nach den ersten Krankheitsanzeichen ein. Eine Behandlung erkrankter Kaninchen ist nicht möglich. Da erkrankte ungeimpfte Kaninchen immer sterben, sind die Schutzimpfungen die wichtigste und erfolgreichste Vorbeugemaßnahme. Rechtzeitig und regelmäßig durchgeführt bieten diese eine hohe Sicherheit gegenüber dem Auftreten der Krankheit. Es können Kaninchen ab einem Alter von 4 Wochen geimpft werden, einschliesslich tragende und säugende Häsinen.
In Gebieten ohne erhöhte Infektionsgefahr ist eine Impfung in der 8.- bis 10. Lebenswoche ausreichend. Auffrischungsimpfungen sind nur in Gebieten mit hohem Infektionsdruck zu empfehlen, sonst genügt eine Nachimpfung nach l jähr. Die Erstimpfung sollte wenn möglich im Frühjahr erfolgen.
Auch vor Infektion mit Pasteurellen und Bordetellen, den bakteriellen Haupserregern des Kaninchenschnupfens, sind Kanninchen in Einzelhaltung nicht gefeit. Diese Bakterien führen als Monoinfektionen, aber auch vergesellschaftet mit anderen Erregern, häufig zu folgeschweren Schnupferkrankungen Basis der Impfung ist die zweimalige Grundimmunisierung. Diese ist ab einem Alter von 4 Wochen möglich.
Regelmäßige Nachimpfungen sollten im 12-monatigen Abstand erfolgen.
Bei der Anwendung des Impfstoffes ist zu berücksichtigen, dass er zum vorbeugenden Einsatz bei schnupfenfreien Tieren, bei denen keine nennenswerten Erkrankungen in der Vergangenheit sichtbar waren, entwickelt wurde.
Und wie weit der Impfstoffeinsatz bei einem mit chronischen Schnupfenproblem belasteten Kaninchen erfolgsversprechend ist, kann im Einzelfall von Ihrem Tierarzt eingeschätzt werden.
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