
Das angeführte Impfschema stellt eine Richtlinie dar. Sie können jedoch von uns einen individuellen Impfplan erstellen lassen.
08. Lebenswoche: Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten
12. Lebenswoche: Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten, Tollwut
16. Lebenswoche: Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten, Tollwut
danach jährliche Auffrischungsimpfung
Impfung des Hundes gegen Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut. 3-4 Wochen später Wiederholung der gleichen Impfung (ohne Tollwut) danach jährliche Auffrischung.
Sämtliche Impfstoffe liegen in Form von Kombinationsimpfstoffen vor, d. h. eine einzelne Injektion enthält sämtliche Komponenten.
Seit Mai 2006 gibt es eine neue Tollwutverordnung. Die Zulassung für die Tollwutimpfung wurde auf 3 Jahre verlängert. Wenn die Tiere eine gute Grundimmunisierung bekommen haben kann die Tollwutimpfung alle 3 Jahre wiederholt werden. Dies bezieht sich auf sämtliche EU- Staaten inkl. England, Irland, Norwegen, Schweden und Finnland. Für diese Länder und nicht EU-Staaten bitten wir Sie die Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder zu beachten. Jährlich werden weiterhin die anderen Impfungen aufgefrischt.
Die Borreliose ist eine durch Zeckenbiß übertragene bakterielle Infektion, die mit Fieber, Lahmheit, Haut- und Nierenerkrankung einhergehen kann.
Für den Hund steht eine Schutzimpfung gegen Borreliose zur Verfügung. Der Impfstoff schützt gegen die weit verbreitete Borrelia burgdorferi.
1. Impfung ab der 12. Lebenswoche
2. Impfung 3-5 Wochen später
3. Impfung Auffrischung nach 4-6 Monaten
Einmal jährlich vor der risikoreichen Saison, am besten zwischen Januar und April. Bei hohem Infektionsrisiko (z.B. jagdlich geführte Hunde) sollte Ihr Hund alle 6 Monate geimpft werden.
Die Parvovirose des Hundes ist die schwerwiegendste und häufigste Infektionskrankheit. Sie beginnt ganz plötzlich mit akutem Erbrechen und übelriechendem, blutigen Durchfall.
Dadurch kommt es zu einer raschen Austrocknung zum Kreislaufversagen und der Tod kann innerhalb von 24 Stunden eintreten. Der einzige Schutz vor dieser schweren Infektionskrankheit besteht in der Impfung.
Die Hundestaupe ist sehr ansteckend und endet ebenfalls oft tödlich. Meist werden die Hunde mit allgemeiner Schwäche, Augen- und Nasenausfluß, Husten, Erbrechen, Durchfall oder ZNS -symptomen vorgestellt.
Tiere, die diese Viruserkrankung überleben, zeigen oft dauerhafte Schäden, wie deformierte Zähne, nervöse Ticks oder eine Veranlagung zu epileptischen Anfällen.
Das Parainfluenzavirus des Hundes ist einer der Erreger, der für den ansteckenden Zwingerhusten verantwortlich ist. Der andere Haupterreger ist das Bakterium Bordetella bronchiseptica.
Die betroffenen Tiere leiden an einem rauhen, trockenen Husten, der mehrere Wochen anhalten und Hund wie Besitzer vor allem nervlich sehr beanspruchen kann.
Die Lyme-Borreliose wird durch Borrelien (Bakterien, Spirochäten) verursacht. Für die Übertragung der Erreger auf Säugetiere und Vögel ist der gemeine Holzbock, eine Zeckenart notwendig.
Die Übertragung der Borrelien von der Zecke auf den Wirt erfolgt in der Regel erst ca. 24 Std. nach Beginn der Blutmahlzeit. Beim Hund ist experimentell nur die akute Arthritis beschrieben und belegt.
Einzelne Fallberichte zu neurologischen und kardialen Veränderungen liegen vor, aber es wurde nie ein kausaler Zusammenhang erbracht. Bei einigen Hunden (Berner Sennenhund) wurden Nierenveränderungen (Glomerulonephritiden) beobachtet. Diese Rasse sollte vorerst von Impfungen ausgeschlossen werden.
Leptospirose, eine durch Spirochäten bakterielle Infektionskrankheit, ist eine Zoonose von weltweiter Bedeutung. Leptospiren können in Wildtieren persitstieren und, von diesen ausgeschieden, die Umwelt kontaminieren.
Leptospiren können direkt durch engen Kontakt mit Urin, bei der Paarung, durch Bisse und die orale Aufnahme von infiziertem Gewebe übertragen werden, da die Erreger Schleimhäute oder Hautläsionen durchdringen können. Am häufigsten findet die Infektion über Wasserkontakt statt. Eine Umgebung mit stehenden oder langsam fließenden Gewässern begünstigt das Überleben der Erreger. Badet der Hund in einem kontaminierten Gewässer oder trinkt daraus, dringen die Leptospiren über Hautläsionen oder durch intakte Schleimhaut ein.
Die Krankheit kommt bei Hunden jeden Alters vor, junge Hunde (unter sechs Monaten) erkranken aber am schwersten. Es werden vor allem Niere und Leber geschädigt. Wenn die Leptospiren ins Gehirn gelangen, kann es bei Hunden zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung)kommen; allerdings tritt diese nicht so häufig wie beim Menschen auf (ZOONOSE).
Die Erregerausscheidung in Wildtier- Reservoiren (Ratten, Mäuse) zu kontrollieren ist unmöglich. Aus diesem Gründen ist eine Impfung von Hunden notwendig.
Der korrekte Name ist Hepatitis contagiosa canis, HCC oder ansteckende Leberentzündung der Hunde. Diese Krankheit ist ebenso gefährlich wie die Staupe und wird durch ein Adenovirus verursacht.
Die Infektion erfolgt auf dem gleichen Weg wie die Staupe. Die Symptome ähneln v.a. am Beginn der Krankheit denen der Staupe: Fieber, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen. Viele Hunde, v.a. Welpen sterben schon in dieser Krankheitsphase.
Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es besonders bei älteren Tieren zu Erbrechen, Durchfall, Mandelentzündung, Rachenentzündung und Bindehautentzündung. Wenn die Krankheit überlebt wird, bleiben als Dauerschäden Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen kann.
Bei der Tollwut geht die Infektionskette vom Fuchs aus, der auch Haustiere ansteckt. Tollwütige Tiere können den Menschen infizieren. Die Ansteckung erfolgt durch Biß über virushaltigen Speichel. Das Virus erreicht über die Nervenbahn das Gehirn. Beim Hund treten Anzeichen 20 bis 60 Tage nach der Ansteckung auf:
Es gibt daneben die sogenannte „Stille Wut“. Die Infektionskette der Tollwut wird durch die Schutzimpfung der Haustiere unterbrochen. Sie dient mittelbar daher auch dem Schutz des Menschen.