
Warum entwurme ich meinen Hund?
Regelmäßige Entwurmung ist eine hygienische Pflicht, um sowohl den Hund als auch den Menschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Saugwelpen werden bereits über die Muttermilch mit Spulwürmern infiziert. Die vorwiegende Übertragung erfolgt durch die Ausscheidung von Wurmeiern mit dem Kot, die sich in der Umgebung zu infektionsfähigen Larven entwickeln. Diese gelangen dann über die Maulhöhle in den Magen-Darmtrakt unserer Haustiere. Bandwürmer hingegen geben einzelne Glieder ab, die im eingetrockneten Zustand einem Reiskorn gleichen. Diese müssen aber erst von einem Floh oder einem Nagetier aufgenommen werden, um für den Hund ansteckend zu werden. Daher geht eine wirksame Bandwurmvorbeuge mit einer regelmäßigen Flohbekämpfung Hand in Hand.
Zu beachten ist jedoch, dass bei einer Entwurmung nur die derzeit vorhandenen Parasiten beseitigt werden. Eine Vorbeugung gegen einen erneuten Wurmbefall gibt es nicht.
Flohbefall stellt die häufigste Ursache für Juckreiz dar. Nur 5% der vorhandenen Flohpopulation lebt als ausgewachsener Floh am Tier. Sie bilden nur die Spitze des Eisberges, die restlichen 95% befinden sich als Eier (50%), Larven (35%) und Puppen (10%) in der unmittelbaren Umgebung des Flohträgers. Es ist also verständlich, dass beim Flohbefall nicht nur eine Behandlung des Tieres sondern auch der Umgebung unbedingt erforderlich ist. Verschiedene Präparate bieten sich zur Flohprophylaxe und -bekämpfung an.
Zecken stellen nicht nur ein hygienisches Problem dar. Mit dem Zeckenbiss werden auch spezifische Krankheiten übertragen. Wichtig ist in der gesamten Zeckensaison Zecken von Hunden fernzuhalten. Dies gelingt am besten durch die Anwendung von Präparaten, die nicht nur eine insektizide Wirkung haben, sondern auch eine Repellentwirkung (zeckenabweisend). Die meisten zeckenwirksamen spot-on Präparate schützen ebenfalls den Hund gegen Flöhe. Vorsicht: Permethrin-haltige Zeckenmittel sind für Katzen giftig.
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