
08. Woche: Katzenseuche/Katzenschnupfen
12. Woche: Katzenseuche/Katzenschnupfen sowie Tollwut bei Freigängern
13. Woche: Leukose
17. Woche: Leukose
Wiederholung jährlich: Katzenschnupfen/Katzenseuche, Leukose/Tollwut
Leukose - besser:
Feline Leukämie-Virus (FeLV) - Infektion - ist eine extrem gefährliche, tödlich verlaufende Virusinfektion der Katze.
Die Leukose ist bei den Hauskatzen weltweit verbreitet. In den einzelnen Bundesländern schwankt die Häufigkeit je nach Gegend zwischen 5 und 15 %, d. h. durchschnittlich ist jede 7. Katze infiziert.
Das Virus wird hauptsächlich durch direkten Kontakt von Katze zu Katze durch infizierten Speichel (Biß) übertragen. Hält sich ihre Katze auch außerhalb der Wohnung auf, ist der Kontakt mit anderen Artgenossen und damit die Gefahr der Ansteckung unvermeidbar.
Für ein bereits erkrankte Katze besteht keine Aussicht auf Heilung. Die Tiere sterben in der Regel 2 bis 3 Jahre nach der Ansteckung entweder an Blutarmut, einer allgemeinen Immunschwäche oder an Tumorbildung. Für den Menschen ist die FeLV-Infektion ungefährlich
Die Entwicklung eines wirksamen und ungefährlichen Impfstoffes konnte erst nach Jahren ebenso mühsamer wie kostenaufwendiger wissenschaftlicher Forschungsarbeit verwirklicht werden. Damit war es erstmals möglich, viele Millionen Katzen vor dem Tod durch Katzenleukose zu schützen. Für die Grundimmunisierung sind 2 Injektionen erforderlich, die ab einem Lebensalter von 9 Wochen verabreicht werden können. Die Immunität wird durch jährliche, einfache Impfungen aufrechterhalten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass durch die Impfung auch ein Schutz vor tumorösen Verlaufsformen gewährleistet wird. Wir beraten Sie gerne, ob vor der Impfung ein Leukosetest sinnvoll ist oder nicht.
Unter Schnupfen im herkömmlichen Sinn, versteht man einen Katarrh der oberen Luftwege mit tränenden Augen und verstopfter Nase. Beim Menschen ist diese jahreszeitlich typische Erkrankung zwar lästig, aber nicht gefährlich. Ganz anders hingegen die Situation bei Katzen. Katzenschnupfen ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die nicht verharmlost werden darf. Die Ursache sind verschiedene Infektionserreger wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien. Die Erkrankung tritt unabhängig von der Jahreszeit auf.
Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbare kranke Katzen, verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nicht geimpfte Katzen an. Besonders gefährdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche die in eine Tierpension oder eine Klinik gebracht werden müssen und Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie der Katzenleukose leiden.
Die Krankheit beginnt mit tränenden Augen, klarem, wässrigem Nasenausfluss, Niesen, Fieber und Appetitmangel. Diese eigentlich harmlosen Anfangssymptome können sich jedoch schnell zum wirklichen "Katzenschnupfen" verschlimmern. In diesem Fall wird der Augen- und Nasenfluss eitrig und es treten schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen auf. Solcherart betroffene Katzen verweigern jede Nahrungsaufnahme, weil der für Katzen wichtige Geruchssinn stark eingeschränkt ist und das Zerkleinern der Nahrung sehr schmerzhaft ist. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der zu einer rasch fortschreitenden Schwächung der Katze und schließlich zum Tod führt.
Katzenseuche oder Panleukopenie ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung.
Der Erreger, der von infizierten Katzen hauptsächlich mit dem Kot ausgeschieden wird, ist extrem widerstandsfähig und behält seine krankmachenden Eigenschaften unter Umständen jahrelang bei. Selbst eine ausschließlich in der Wohnung gehaltene Katze ist gefährdet.
Das Virus wird nämlich nicht nur direkt von kranken auf gesunde Katzen übertragen, sondern kann auch indirekt an Schuhen, oder der Bekleidung haftend "mit nach Hause gebracht werden" und zur Ansteckung der Katze führen. Die Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden, tödlichen Verlauf.
Ein erster Hinweis sind plötzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust. Mit dem Auftreten von Fieber verschlimmert sich der Zustand sehr schnell.
Es kommt zu Erbrechen und schließlich Durchfall mit wässrig-blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell große Mengen Flüssigkeit, sie leidet unter starkem Durst, ist aber in diesem Zustand bereits zu geschwächt um noch selbst zu trinken. Beim ersten Anzeichen von Katzenseuche ist sofortige tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Leider sind trotz einer Intensivtherapie vor allen Jungkatzen häufig nicht mehr zu retten. Wenn sich trächtige, ungeimpfte Katzen infizieren, sind auch die Kätzchen im Mutterleib gefährdet. Es kommt dadurch zu irreparablen Schäden am Gehirn, Fachleute sprechen hier vom Kätzchen-Ataxiesyndrom.
Es gibt die Erkenntnis, dass außer dem FeLV noch ein zweites, FIV genanntes Virus zu schweren Beeinträchtigungen des Immunsystems führen kann.
Die Übertragung des FIV findet hauptsächlich durch Bisse statt.
Aus diesem Grund tritt diese Krankheit gehäuft bei freilaufenden Katern (Revierkämpfe) auf.
Die Symptome einer FIV-Infektion ähneln denen der Katzenleukose, so dass nur allein anhand des klinischen Bildes keine Differenzierung getroffen werden kann.
Mittels eines speziellen Testverfahrens ist es jedoch möglich, zwischen beiden Krankheiten zu unterscheiden. Eine Schutzimpfung gegen FIV-Infektionen ist derzeit nicht möglich.
FIP - Feline infektiöse Peritonitis ( ansteckende Bauchfellentzündung ) - ist eine komplexe, tödlich verlaufende Viruserkrankung der Katze.
FIP ist heute eine der häufigsten tödlichen Infektionskrankheit bei Katzen.
Die Ansteckung mit FIP erfolgt entweder durch direkten Kontakt mit einer bereits infizierten Katze oder indirekten über Fressnäpfe, Streukästen, Bürsten, Schlafkörbe etc. Das Katzenklo ist eine häufige Infektionsquelle.
Zu anfänglichen Symptomen zählen chronisches Fieber, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.
Bei "typischem"Krankheitsbild kommt es zu teilweise massiven Flüssigkeitsansammlungen in der Brust- und/oder Bauchhöhle. Bei weniger charakteristischen Formen können Organe wie Augen, Gehirn, Herz, Leber und Nieren betroffen werden. Einmal ausgebrochen führt die FIP unweigerlich innerhalb kürzester Zeit zum Tod.
Es gibt die Möglichkeit Katzen mit einem intranasalen Impfstoff zu schützen. Leider ist der Impfschutz nicht so gut ausgeprägt, so daß die Möglichkeit besteht, daß auch geimpfte Tiere an FIP erkranken.
Der FIP-Impfstoff wird nicht gespritzt, sondern in Form von Tropfen in die Nase der Katze geträufelt. Die Grundimmunisierung kann ab der 16. Lebenswoche erfolgen und erfordert zwei Gaben in 3-wöchigem Abstand. Die Auffrischung der Impfung erfolgt in dem üblichen, von anderen Impfungen her gewohnten 1-jährigem Abstand.
Weitere Informationen finden Sie unter Links.
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