
Ein akuter Bandscheibenvorfall ist immer als Notfall zu betrachten. Das vorgefallene Bandscheibenmaterial drückt auf das Rückenmark und führt so zu akuten Entzündungsreaktionen, Schmerzen und/oder Lähmungszuständen der Gliedmaßen. Grundsätzlich können alle Hunderassen und Katzen davon betroffen sein.
Die Ausprägung der Symptome - von einer teilweisen Lähmung bis hin zur vollständigen Lähmung, Harnabsatzstörungen sowie Verlust von Tiefenschmerz an den betroffenen Gliedmaßen- hängt von der Lokalisation des Traumas, sowie von der Schwere der durch den Druck entstandenen Schwellung und Entzündung des Rückenmarks ab.
Eine ERSTVORSTELLUNG und Behandlung bei ihrem Haustierarzt sollte INNERHALB DER ERSTEN 6-8 STUNDEN NACH SYMPTOMBEGINN erfolgen. Das ist für die Prognose und Genesung des Patienten, vor allem wenn eine Operation nötig ist von großer Bedeutung!
Katzen, die nach außen drängen, versuchen dies auch durch ein gekipptes Fenster, wenn es die einzige Möglichkeit darstellt. Das Tier rutscht in den Fensterspalt und bleibt meistens in Höhe des Beckens eingeklemmt. Sie kann sich dann ohne fremde Hilfe nicht mehr befreien. Werden die Katzen gefunden, sind sie oft nicht in der Lage, die Hintergliedmaßen normal zu bewegen und zeigen nur kriechende Bewegungen.
Sie sollten bei diesen Symptomen sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Was kann alles passieren... Es kommt häufig zu einer Unterbrechung der Blutversorgung hinter der eingkeilten, eingeschnürten Stelle. Die mangelnde arterielle Blutversorgung kann das Rückenmark schädigen, sowie Nervengewebe, Muskulatur, die Nieren und auch zu Verletzungen der Wirbelsäule führen.
Eine Aufgasung des Magens kann bei jedem Haustier auftreten. Kohlenhydratreiches Futter wird durch Bakterien zersetzt und fängt an zu gären. Es bildet sich Schaum, der durch Aufstoßen nicht entfernt werden kann. Der Magen treibt auf und drückt auf das Zwerchfell, was die Atmung beeinträchtigt.
Das Futterbrei-Gas Gemisch ist im Magen unten schwer und oben leicht. Bei bestimmten Bewegungen des Tieres kommt der Magen ins Pendeln und dreht sich um die eigene Achse (teilweise oder vollständig, bis 360°). Dabei werden Ein- und Ausgang des Magens verschlossen und auch die Milz wird von der Drehung mitbetroffen. DAS TIER WÜRGT UND VERSUCHT VERGEBLICH ZU ERBRECHEN ! DER MAGEN GAST AUF WAS SICH DURCH EIN AUFGETRIEBENES ABDOMEN DIREKT HINTER DEM RIPPENBOGEN ZEIGT! Der Mageninhalt beginnt zu faulen. Gase können nicht entweichen. Der Magen dehnt sich weiter aus und drückt auf die Organe, die Blutversorgung des Magens ist beeinträchtigt und der Blutrückfluß zum Herzen behindert. Es kommt zum akuten Kreislaufversagen! Ohne professionelle operative Hilfe kommt es zum Kollaps und schließlich zum Tode. Die Magendrehung ist ein sehr akutes Krankheitsbild, bei dem das Tier innerhalb von wenigen Stunden versterben kann.
Die Magendrehung kommt häufiger bei großen Hunden mit tiefer Brust vor. Typischerweise sind betroffen: Dogge, Bernhardiner, Berner Sennenhund, Deutscher Schäferhund und Dobermann. Aber auch bei kleinen Rassen (z.B. Dackel) wurde sie schon beschrieben
Epileptische Anfälle sind plötzlich auftretende vorübergehende Krämpfe und Bewußtseinsveränderungen. Sie werden zum Teil ausgelöst durch bestimmte Gifte, Entzündungen, Traumata, Neoplasien oder Stoffwechselstörungen, oft sind sie aber auch idiopathisch bedingt, daß heißt es wird keine besondere Ursache gefunden weshalb es zu spontanen exzessiven Entladungen der Neuronen im Gehirn kommt. Eine erhöhte Reizbarkeit der Neurone ist ausschlaggebend, die entweder vererbt oder erworben sein kann.
Sowohl vor, als auch in den Minuten nach dem Anfall kann das Tier ein verändertes Verhalten zeigen (Aggressivität, Blindheit, Lautäußerungen, Drangwandern und Kreislaufen). In der Regel vergehen diese Symptome nach spätestens einem Tag. Versuchen Sie NIE während eines Krampfanfalls INS MAUL zu greifen, um die Zunge zu nehmen! Hunde und Katzen können ihre Zunge nicht verschlucken aber könnten unkontrolliert in ihre Hand beißen und vielleicht erst mal nicht mehr loslassen !!
Versuchen sie das Tier im Anfall von Gegenständen fern zu halten woran es sich verletzen könnte.
Notieren sie sich die Länge des Anfalls. Überlegen sie in welcher Situation der Anfall aufgetreten ist..aus der Ruhe..nach Belastung..nach der Futteraufnahme ? Notieren sie sich die Symptome während und nach dem Geschehen.
Dauert ein Anfall länger als 5 Minuten sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Auf alle Fälle sollte das Tier am nächsten Tag sorgfältig untersucht werden.