Tiermedizin ist Vertrauenssache wir bieten Ihnen langjährige Kompetenz und liebevollen Umgang für Ihr Kleintier
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Kaninchen Tierärztliche Praxis für Kleintiere Dorfheide

Kaninchen leben in großen Gruppen. Sie sind sehr gesellige Tiere. Nur ein anderes Kaninchen kann dieses Bedürfnis nach sozialem Kontakt stillen. Auf keinen Fall kann ein Mensch oder ein Meerschweinchen eine Partnerschaft mit einem Artgenossen ersetzen.

Sie sind sehr bewegungsfreudig und brauchen entsprechend viel Platz. Sie benötigen immer natürliche Nagematerialien, graben gerne und brauchen als Höhlenbewohner Rückzugsmöglichkeiten.

Besonderheiten des Verdauungstraktes:

Zähne:

Im Oberkiefer befinden sich bereits je sechs, im Unterkiefer je fünf Backenzähne. Das Kaninchen besitzt im Ober- und Unterkiefer je zwei Schneidezähne (Incisivi), deren sichtbare Anteile etwa gleich lang sind. Die oberen Incisivi stehen bei geschlossenem Kiefer vor den unteren. Hinter den oberen Schneidezähnen sitzen zwei kleinere Stiftzähne.

Merke: Alle Zähne des Kaninchens wachsen lebenslang. Sie werden dadurch abgenutzt, dass sie bei den mahlenden Kaubewegungen ständig aufeinander reiben.

Magen:

Der Magen des Kaninchens besitzt keine eigene Muskulatur, sodass er sich nicht zusammenziehen kann, um Futter in den Darm zu überführen. Der Nahrungsbrei wird lediglich durch neu aufgenommenes Futter in den Darm weitergeschoben.

Daher sind Kaninchen darauf angewiesen, ständig zu fressen. Die Unfähigkeit des Magens zur Eigenbewegung (Kontraktion) verhindert auch, dass Kaninchen erbrechen können.

Merke: Ein Futterentzug vor Narkosen kann zu erheblichen Verdauungsstörungen führen. Kaninchen müssen daher bis kurz vor der Narkoseeinleitung Futter zur Verfügung haben.

Blinddarm:

Der große Blinddarm nimmt in gefülltem Zustand etwa ein Drittel der Bauchhöhle ein. In ihm werden die Rohfasern (ein Bestandteil der Futterpflanzen) aufgespalten, sodass Fettsäuren, Eiweißbestandteile und Vitamine entstehen. Im natürlichen Lebensraum findet das Kaninchen nur Halme, Gräser und Wildkräuter. Es muss also in der Lage sein, aus dieser kargen Nahrung alle benötigten Nährstoffe selbst herzustellen.

Die Aufspaltung („Verdauung“) der Pflanzen im Blinddarm wird in erster Linie von Bakterien, die als Darmflora bezeichnet werden, bewerkstelligt. Es entsteht ein spezieller nährstoffreicher Blinddarmkot, der von den meisten Tieren nachts ausgeschieden und sofort wieder gefressen wird. Dadurch können Kaninchen ihre Versorgung mit Vitaminen und Eiweißen gewährleisten. In den übrigen Dickdarmabschnitten werden dagegen große und festere Kotkugeln gebildet, die aus unverdaulichem Material bestehen.

Die Darmflora des Kaninchens ist äußerst empfindlich. Bereits geringe Änderungen der Bakterienzusammensetzung im Darm führen zu Instabilitäten des Darmmilieus (veränderter pH-Wert), sodass sich dann krankheitserregende Keime vermehren können.

Häufige Durchfallursachen:

Als Ursachen für Instabilitäten der Darmflora und dadurch hervorgerufene Durchfallerkrankungen kommen folgende Probleme in Frage:

Zahnfehlstellungen und –erkrankungen:

Eine Zahnfehlstellung kann erblich bedingt sein, aber auch durch verschiedene Fütterungsfehler ausgelöst werden. Bekommt das Kaninchen zu wenig strukturiertes, rohfaserhaltiges Futter (z.B. Heu, Gräser, Möhrengrün), so kaut es nicht genügend, um seine Zähne ordnungsgemäß abzureiben.

Die in Folge des Rohfasermangels zu langen Zähne werden beim Kauen falsch belastet, wodurch sie sich verschieben und scharfe Spitzen entstehen.

Ein weiteres Problem kann eine Unterversorgung mit Kalzium sein. Im handelsüblichen Kaninchenfutter enthalten nur die Pellets ausreichende Mengen dieses Mineralstoffes, und gerade diese Bestandteile verschmähen die Tiere meist. Erhalten die Kaninchen dann zusätzlich nur kalziumarmes Frischfutter (z.B. Apfel, Möhre, Salat), entsteht ein Kalziummangel mit schlechter Zahnqualität.

Folgen:

Jede Form der Zahnerkrankung hat zur Folge, dass das aufgenommene Futter nicht ausreichend zerkleinert wird. Größere Futterbestandteile gelangen in den Magen-Darm-Trakt und lösen dort Fehlgärungen aus. Das physiologische Milieu verändert sich, sodass sich Pilze und krankheitserregende Keime vermehren können.

Fütterung

Blinddarmkot

Eine Eigenart der Kaninchen ist das Fressen des Blinddarmkotes (Koprophagie), der sehr Vitamin-B-reich ist. So können die im Futter enthaltenen Nährstoffe ein zweites Mal verwertet und damit besser ausgenutzt werden. Der Blinddarmkot wird hauptsächlich nachts ausgeschieden und sofort wieder aufgenommen. Falls mehr ausgestoßen als wieder gefressen wird, liegt er in Form von hellen, traubenförmigen Gebilden im Gehege und ist nicht zu verwechseln mit Durchfall.

Den ganzen Tag über fressen

Da Kaninchen Dauerfresser sind, die sich von Pflanzen ernähren und bei unsachgemäßer Fütterung schnell mit Magen-Darm-Störungen reagieren, müssen wir sie so mit Nahrung versorgen, dass sie den ganzen Tag über Gelegenheit zum Fressen haben. Das heißt nun aber nicht, dass man am Morgen alles Futter, nämlich Heu, Grünzeug und Körner, auf einmal verabreichen darf.

Vielmehr sollten wir unsere Kaninchen dreimal täglich füttern und dabei eine bestimmte Reihenfolge einhalten. Wir stellen auch nicht Suppe, Hauptgang und Dessert gleichzeitig auf den Tisch. Dann verhält sich das Tier nämlich gleich wie ein Kind: Es beginnt mit der Nachspeise, versucht noch etwas vom Hauptgang und hat für die Suppe schließlich keinen Platz mehr.

Die Auswahl der Futtermittel ist von großer Bedeutung. Da Kaninchen ständig fressen, sind sie darauf angewiesen, ausgewogene Nahrung zu sich zu nehmen, um nicht zu verfetten. Die Grundnahrungsmittel Heu und Wasser sind am Morgen als Erstes zu verabreichen. Für die Tiere lebensnotwendig, können sie durch nichts ersetzt werden.

Heu ist das Allerwichtigste

Auch wenn unsere Kaninchen am Morgen noch Heu in der Raufe haben, muss immer zu Tagesbeginn als Erstes viel frisches Heu verabreicht werden und zwar nicht nur in der Raufe, sondern haufenweise an verschiedenen Stellen sowie als Einstreu. Denn das Heu von gestern ist bereits muffig geworden und animiert nicht mehr zum Fressen.

Dies ist ein sehr wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Punkt für eine gesunde und problemlose Verdauung. Heu ist rohfaserreich und relativ zäh. Die Tiere fressen langsam und kauen ausgiebig, sodass viel Speichel gebildet wird. Dieser Speichelfluss optimiert das Milieu für die Darmbakterien und kurbelt die Verdauung an.

Daher sollten wir unsere Kaninchen morgens reichlich Heu anbieten, wie dies in der Landwirtschaft bei der Fütterung von Pflanzenfressern seit Jahrhunderten üblich ist.

Die richtige Reihenfolge bei der Fütterung ist von großer Bedeutung. Der Kaninchen-Tag muss mit viel frischem Heu beginnen.

Ein eigentliches Ritual entsteht daraus: Die Tiere kommen zur Futterstelle, auch wenn sie nicht besonders hungrig sind, was eine gute Gelegenheit bietet, mit ihnen zu sprechen. Veränderungen im Verhalten können beim Füttern am besten erkannt werden.

Heu ist nicht gleich Heu

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Besondere Beachtung sollten wir der Qualität des Heus schenken. Gutes Heu ist grün und nicht gelb oder braun, schmeckt würzig und ist gut belüftet, trocken und locker eingefüllt. Es darf nicht staubig, schimmelig oder muffig sein, denn das kann zu schweren Verdauungsstörungen führen. Am Heu darf nicht gespart werden.

Ist genügend geeigneter Lagerplatz vorhanden, bezieht man es im Vorteil in großen Mengen direkt beim Bauern. Dieser produziert im eigenen Interesse Futter von bester Qualität.

Kaninchen brauchen viel Flüssigkeit, im Durchschnitt ein bis zwei Deziliter täglich. Das ist erstaunlich viel und ergibt für drei Tiere ca. einen halben Liter Wasser.

Auch wenn vielleicht der Flüssigkeitsbedarf durch das Grünfutter gedeckt wird, sollte immer frisches Wasser vorhanden sein. Es soll nicht geschehen, dass bei Durst keine Möglichkeit zum Trinken vorhanden ist. Flüssigkeitsmangel kann bei Tier und Mensch zu Nierenproblemen führen.

Tongefäß

Das Wasser verabreicht man am besten in einem schweren Tongefäß. Um rascher Verschmutzung vorzubeugen, empfehlen wir, das Trinkgefäß etwas erhöht zu platzieren, zum Beispiel auf einem Backstein. So treten die Tiere nicht ins Gefäß und rennen es nicht um.

Wasser ist den Kaninchen stets reichlich, frisch und in einem offenen Gefäß anzubieten.

Wasserflasche

Die leider noch weit verbreiteten Wasserflaschen sollten für Kaninchen nie zum Einsatz kommen. Wenn die Flasche Wasser nur tropfenweise hergibt, können die Tiere ihren Durst nur mit Mühe stillen. Müssen sie sich beim Trinken nach der Flasche strecken, behindert die unnatürliche Kopfstellung das Schlucken. Auch in Bezug auf die Wasseraufnahme sollten wir uns wieder vermehrt an der Natur orientieren. Trinkflaschen sind schwierig sauber zu halten.

Die Versuchung ist groß, ohne Reinigung nur einfach schnell Wasser nachzufüllen. Zudem ist es ein fast aussichtsloses Unterfangen, ein solches Röhrchen mit Trinknibbel gründlich zu putzen. Sehr schnell bilden sich an warmen Tagen in den Trinkflaschen Algen, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind, aber die Flaschenwand mit einer schleimigen Schicht überziehen. Die Empfehlung, solche Trinkflaschen zu verwenden, stammt noch aus der Zeit der engen Käfige und ist in den Köpfen vieler Tierhalterinnen und Tierhalter fest verankert.

Jedes Kaninchen wird sich jedoch schnell umstellen können und leicht lernen, aus einem offenen Gefäß zu trinken. Bisweilen gewinnen wir sogar den Eindruck dass die Tiere ihren chronischen Flüssigkeitsmangel aufholen müssen.

Fütterungsplan

Nach Möglichkeit wird drei Mal gefüttert. Der Tag beginnt wie erwähnt mit Wasser und viel frischem, qualitativ gutem Heu, das an allen trockenen Plätzen reichlich angeboten wird, damit den ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch noch viele saubere Hälmchen zu finden sind.

Mittags, also einige Stunden nach der Heufütterung, reichen wir das Grünfutter, weil dann seine Verwertung optimal ist. Den Abschluss bildet am Abend das Körnerfutter. Diese Reihenfolge hat sich bewährt. So verabreicht, sind alle erwähnten Futtermittel für die Tiere sehr bekömmlich und verursachen keine Verdauungsprobleme.

Tägliche Fütterung

  • Morgens frisches Heu und Wasser
  • Mittags Grünfutter
  • Abends Körner (und im Sommer eventuell frisches Wasser nachfüllen)

Verabreicht man den Tieren mit dem Heu zusammen oder noch davor ihre Lieblingsspeise, das Grünfutter, werden sie sich natürlich darauf stürzen und kein Heu mehr fressen, was zu akuter Trommelsucht führen kann.

Zudem bewirkt dies auch Magen- und Darmerkrankungen, die sich über Monate und Jahre hinweg langsam entwickeln können.

Ernährungsfehler

  • Zu wenig Heu, zum Beispiel nur in der Heuraufe
  • Heu und Grünzeug gleichzeitig
  • Am Morgen zuerst nur Grünzeug (besonders gefährlich)

Grünfütterung

Im Gegensatz zu vielen Empfehlungen in diversen Ratgebern ist Grünzeug für die Ernährung von Kaninchen sehr geeignet und versorgt die Tiere mit den nötigen Vitaminen. Erfolgreiche und bekömmliche Grünfütterung ist eine Sache der Gewöhnung, des Maßes und der Fütterungsreihenfolge. Mittags ist die Verdauung bereits angekurbelt und es können keine Blähungen entstehen.

Lässt sich der Tagesplan einmal nicht einhalten, darf man die Zeitabstände zwischen den Fütterungen verkürzen. Es ist jedoch wichtig, das Grünzeug erst zwei bis drei Stunden nach dem Heu zu verabreichen. Küchenabfälle eignen sich nicht für Kaninchen. Futterreste sind anlässlich der nächsten Grünfütterung zu entfernen.

Tägliche Ration

Für ein Kaninchen empfehlen wir pro Tag

  • Eine Karotte oder eine halbe Fenchelknolle
  • Etwas Apfel
  • Im Sommer Löwenzahn, Gras und Wiesenkräuter
  • Im Winter Grünkohl oder sonstige Salate

Apfel reguliert die Verdauung und beugt Darmproblemen vor. Auch Grünkohl bläht nicht, wenn er zum richtigen Zeitpunkt verabreicht wird. Im Gegenteil: Er ist sogar eine gute Medizin, die bereits vor hundert Jahren erfolgreich eingesetzt wurde.

Auf Grund seines hohen Vitamin C Gehalts beugt Grünkohl Krankheiten vor. Zudem können den Kaninchen verschiedene Gemüsearten und Früchte angeboten werden; zum Beispiel Birne, Brokkoli, Futterrüben, Sellerie, Spinat, Chicorée, Endivien, diverse Kräuter wie Salbei etc.

Futterumstellung

Bei der Einführung einer neuen Futterkomponente gilt: keine abrupte Umstellung und besonders viel Heu am Morgen. Ein neues Nahrungsmittel muss immer langsam und in kleinen Mengen eingeführt werden, damit die Darmflora sich anpassen kann.

Das gilt vor allem im Frühling bei frischen Gräsern, die sehr saftig und eiweißreich sind und leicht zu Blähungen führen können. In der praktischen Umsetzung heißt das: mit kleinen Rationen anfangen und dann über einige Tage mit Absicht vorlegen.

Tägliche Kontrolle

Wir empfehlen, die tägliche Kontrolle bei der Grünfütterung oder der Körnerfütterung durchzuziehen. Sie sollte immer von der gleichen erwachsenen Person vorgenommen werden, die etwas von der Sache versteht. Wir achten darauf, ob sich alle Tiere am Futternapf versammeln und wie sie fressen.

Wenn eines nicht erscheint, schauen wir gleich und einige Stunden später noch einmal nach. Nimmt ein Kaninchen wirklich keine Nahrung auf, sollte es noch gleichentags zur tierärztlichen Kontrolle gebracht werden.

Appetitmangel ist immer ein ernst zunehmendes Alarmsignal. Im Gegensatz zu Hunden und Katzen dürfen Kaninchen keinen Fastentag einlegen, denn ihr Darm darf niemals ruhen.

Körnerfutter

Das Körnerfutter ist ein eigentliches Energie- oder Kraftfutter, das sehr differenziert verabreicht werden muss, da Kaninchen gerne verfetten. Allgemein gültige Mengenangaben können wir nicht anführen, denn zu vielen Faktoren wie Typ, Größe, Bewegung, Alter und Allgemeinzustand eines Tieres beeinflussen seine Nahrungsverwertung.

Qualitativ hochwertiges Futter besteht aus einer ausgewogenen Mischung verschiedener Körner mit allen notwendigen Spurenelementen und Vitaminen. Wir empfehlen das Qualitäts-Kaninchenfutter von E. Schweizer Samen AG, Thun.

Bei geringem Energieverbrauch im Sommer ist ein leichtes Futter ohne Mais, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse etc. anzubieten und auf Brot zu verzichten. Anders verhält es sich, wenn der Energieverbrauch erhöht ist.

Viel Energie benötigen ...

  • Kaninchen bei Außenhaltung im Winter
  • Tiere im Wachstum
  • Säugende und trächtige Kaninchen
  • Rekonvaleszente Tiere
  • Gestresste Tiere (Anpassung)

Sie brauchen alle ausreichend Kraftfutter. Weil zudem jedes Tier sehr unterschiedlich Fett ansetzt, sollten auch das Gefühl und der gesunde Menschenverstand mithelfen, die Tiere angemessen zu ernähren.

Nagermaterialien

Zur Beschäftigung und als Nagermaterial für die Zähne sind Äste und Zweige sowie Rinden und Wurzeln von enormer Bedeutung. Obwohl Zwergkaninchen und Kaninchen nicht den Nagetieren zugeordnet werden, ist ihnen ein sehr ausgeprägter Nagetrieb angeboren.

Bei dieser Tätigkeit nutzen sich die zeitlebens wachsenden Zähne gegenseitig ab. Geeignet sind Rottannenäste sowie Obstbaum-, Buchen-, und Haselnusszweige, die zugleich als nicht dick machendes Nahrungsmittel und als Unterschlupf bzw. Schattenspender dienen und die Lebensqualität der Tiere um einiges steigern, wenn sie regelmäßig angeboten werden.

Krank machende Erreger schleppt man auf die Weise nicht ein. Die immer neuen natürlichen Materialien wirken anregend und fördern die Vitalität unserer Kaninchen.

Brot

Brot hingegen eignet sich als Nagematerial nur in Ausnahmefällen. Es ermöglicht zwar das Knabbern, ist aber zu kalorienreich. Anders verhält es sich bei kranken und untergewichtigen Kaninchen, die aufgefüttert werden müssen. Brot, gut getrocknet und keinesfalls schimmelig, kann diesen Tieren wieder auf die Beine helfen.

Winterfütterung

In den kalten Wintermonaten darf das Futter für unsere Kaninchen durchaus kalorienreich sein, denn im Freien brauchen sie jetzt deutlich mehr Energie.

Das heißt:

  • Besonders viel frisches Heu
  • Mehr Kraftfutter
  • Zusätzlich etwas hartes Brot

Sind die Temperaturen so tief, dass das Wasser gefriert, sollte es täglich zweimal erneuert werden. Auch wenn die Tiere jetzt vielleicht nicht viel trinken, sollten sie stets frisches Wasser zur Verfügung haben. Das Grünfutter verabreichen wir im Winter am besten in der Hütte, damit es nicht gleich gefriert.

Auszug aus der Buchempfehlung: Ruth Morgenegg Artgerechte Haltung – ein Grundrecht auch für (Zwerg-) Kaninchen ISBN 3-906581-35-7

Impfungen

Impfschema

  • 4.-6. Woche Myxomatose
  • 10.Woche RHD 1+2 (Filavac)
  • alle 6 Monate Myxomatose und RHD
  • Kaninchenschnupfen

4.-6. Woche, wiederholen nach 2-4 Wochen, alle 6 Monate

Myxomatose und RHD sind tödlich verlaufende Viruserkrankungen, die über Stechmücken, Insekten, Grünfutter und direkten Kontakt übertragen werden.

Symptome der Myxomatose sind Schwellungen der Augenlider, Ohren und Geschlechtsteile, mit eitrigen Entzündungen von Augen und Atemwegen. Die Myxomatose-Impfung kann ab der 4.-6. Lebenswoche geimpft werden und soll alle halbe Jahre aufgefrischt werden.

Bei der RHD gibt es meistens keine Symptome. Gesund erscheinende Tiere werden plötzlich tot aufgefunden. Seit einigen Jahren kommt neben der klassischen RHD-1 Variante des Virus, eine neue Variante, die RHD-2, vor. Gegen diese neue Form gibt es keinen wirksamen Impfstoff in Deutschland. Es muss aus Frankreich oder Spanien ein Impfstoff importiert werden.

Seit dem Sommer 2015 impfen wir in unserer Praxis den Impfstoff Filavac aus Frankreich. Diese Impfung muss, im Gegensatz zu der klassischen RHD-Variante alle halbe Jahre wiederholt werden und darf erst ab der 10. Woche geimpft werden.

Der Kaninchenschnupfen ist eine bakterielle Erkrankung der Atemwege. Die Erkrankung beginnt mit Niesen und wässrigen Nasenausfluss, der eitrig wird. Es kann zu einer Ohrenentzündung, Bronchitis oder einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung kommen.

Die Tiere werden mit Antibiotika und Vitaminpräparaten behandelt. Inhalation kann eine wichtige Zusatzmaßnahme darstellen. Die Haltung wird kontrolliert. Es gibt eine Impfung gegen den Kaninchenschnupfen, die aber nicht 100% gegen diese Bakterien schützt.

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